11. März 1911

Gründung des Vereins

1911_freiluftbad

1911 – Ein besonderes Jahr

Das Jahr 1911 war reich an Ereignissen, die bis heute nachwirken. Der Sprachwissenschaftler Konrad Duden, dessen „Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache“ unsere Rechtschreibung nachhaltig geprägt hat, verstarb in diesem Jahr. Gleichzeitig schrieb der Polarforscher Roald Amundsen Geschichte, als er als erster Mensch den Südpol erreichte. Und mit der Uraufführung von Richard Strauss’ „Rosenkavalier“ begann musikalisch eine neue Rückbesinnung auf Mozart.

Auch im Sport gab es Bemerkenswertes: Australien gewann 1911 als erste Nation zum fünften Mal in Folge den Davis Cup – ein Meilenstein in der Geschichte des Tennissports.

Für unseren Verein jedoch hatte das Jahr 1911 eine ganz eigene, besondere Bedeutung. Am 11. März beschlossen einige naturverbundene Frankfurter, unter dem Namen „Frankfurter Luftbad e. V.“ einen Verein zu gründen. Ihr Ziel war es, am Rande der Großstadt frische Luft, Sonne und Bewegung zu genießen – Werte, die damals wie heute für Lebensqualität stehen. Sport spielte dabei von Beginn an eine Rolle: Auf dem Gelände wurde nebenbei Faustball, Prellball und Ringtennis gespielt.

Die Anfänge als Licht- und Luftbad

Unter dem ersten Vorsitzenden Max Stillger und seinem Stellvertreter Willi Sinai entstand zwischen Friedlebenstraße und der damaligen Gärtnerei Sinai auf rund 20.000 Quadratmetern ein großzügiges Vereinsgelände. Eine große Liegewiese zur Straße hin, Spielfelder für verschiedene Ballsportarten sowie – im östlichen Teil – getrennte Badeanlagen für Damen und Herren prägten das Bild. Die hölzernen Kabinen aus dieser Zeit sind bis heute erhalten und erinnern an die Ursprünge des Vereins.

Ein im ländlichen Stil errichtetes Vereinshaus, bewirtschaftet von einem Verwalter, bildete den geselligen Mittelpunkt. Da auch Nichtmitglieder gegen Eintritt das Gelände nutzen konnten, wurde das „Luftbad“ schnell zu einer bekannten Adresse in Frankfurt. Es zog nicht nur zahlreiche Erholungssuchende an, sondern zeitweise auch prominente Künstler der Städtischen Bühnen.

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